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Fettsäurespektrum
Typische Fettsäurenzusammensetzung des SchwarzkümmelÖles:
(Durchschnittswerte)
Palmitinsäure C 16 : 0 10,0 – 12,0 %; Stearinsäure
C 18 : 0 1,0 - 3,0 %; Ölsäure C 18 : 1 18,0 – 22,0 %;
Linolsäure C 18 : 2 55,0 – 65,0 %; g -Linolensäure C 18 : 3 0,1 – 1,0
%; Eicosensäure C 20 : 1 4,0 - 5,0 %
Der natürliche Gehalt an ätherischen Ölen
beträgt durchschnittlich ca. 1,5 %.
Die Fettsäurezusammensetzung des SchwarzkümmelÖles
läßt sich wie folgt charakterisieren :
gesättigte Fettsäuren ca. 10 - 15%
einfach ungesättigte Fettsäure ca. 18 - 22% (Ölsäure)
doppelt ungesättigte Fettsäuren ca. 55 - 65% (Linolsäure)
Dabei handelt es sich überwiegend Sesquiterpene
wie beta-Elemen, beta-Selinen, alpha-Selinen, beta-Caryophyllen
und alpha-Humulen.
Alle natürlichen Rohstoffe unterliegen biologischen,
klimatischen und standortbezogenen Einflüssen. Abweichungen
und Schwankungen in der Fettsäurezusammensetzung sind daher
innerhalb bestimmter Grenzen nicht auszuschließen.
Analytische Kennzahlen:
Säurezahl* 14 - 20; Peroxidzahl* max. 90 (POZ);
Verseifungszahl 192 ; Jodzahl 123; Dichte 0,91 g/cm³;
* Die Säurezahl und Peroxidzahl entspricht nicht
den Leitsätzen für Speiseöle – und fette. Die messbare
POZ ist auf den Gehalt an photooxigenierten Terpenen und und anderen
terpenoiden Verbindungen zurückzuführen. Die POZ ist
demnach kein geeignetes Mittel um die Ranzigkeit (Frische) festzustellen,
da Endo- und Hydroperoxide in Terpenen wie in Triacylglyceriden
(TAG) gleichermaßen durch die POZ erfasst werden.
Aufbewahrung
Nach der kalten Pressung ist das Öl mindestens
12 Monate haltar, wenn es kühl, dunkel und luftdicht verschlossen
in einer Flasche aufbewahrt wird. Eine Lagerung im Kühlschrank
ist sehr zu empfehlen.
Anwendungs-/Verwendungshinweise
Neben seinem Gehalt an essentiellen Fettsäuren
enthält es eine Vielzahl wertvoller Begleitstoffe.
SchwarzkümmelÖl ist nicht zum Braten oder
Erhitzen geeignet und ist wegen seines markanten Geschmacks auch
nicht zum Anrichten von Salaten zu empfehlen.
Die sehr geschätzte vitalisierende und immunstärkende
Wirkung des SchwarzkümmelÖles wird aber vornehmlich den
zahlreichen Begleitstoffen, insbesondere dem Gehalt an ätherischen Ölen
und Pflanzenbegleitstoffen, zugesprochen. Diese setzen sich aus
Monoterpenolen, Monoterpenen, Sesquiterpenen, alpha-Pinen, Pinen,
Cineol, Borneol, Limonen und Cymol, Cineol, Thujon und Nigellon
zusammen. Über die genaue Zusammensetzung der ätherischen Öle
und Begleitstoffe verweisen wir auf die Fachliteratur. Egal, ob
man den Schwarzkümmel als Samen, als Öl oder als ätherisches Öl
zu sich nehmen möchten, entscheidend für seine Heilwirkung
ist immer die Qualität und Frische. Die Wirkung des Öles
ist abhängig von der Art der Erzeugung und schonenden Gewinnung.
Achten Sie deshalb beim Kauf von SchwarzkümmelÖl bitte
darauf, daß der Schwarzkümmel aus ökologischem
Anbau stammt und durch kalte Pressung gewonnen wurde.
Der Schwarzkümmel gehört zur Familie der
Hanhnenfußgewächse (Ramunculaceae) und ist mit dem Gewürzkümmel
( carum carvi) botanisch nicht verwandt. Als Jungfer im Grünen
(Nigella damascena L.) ist Schwarzkümmel auch in heimischen
Gärten weit verbreitet. Die Gewürzpflanze, die im orientalischen,
arabischen und vorderasiatischen Raum beheimatet ist, hat eine
Jahrtausende alte Tradition als Gewürz - und Heilpflanze.
Bereits seit dem frühen Mittelalter ist sie auch in Europa
als Brotgewürz oder Schwarzer Koriander bekannt. Beide Arten
sind einjährige, krautige, ca. 40 cm hohe Pflanzen mit Samenbalgfrüchten,
die den schwarz, bitterlich - würzig schmeckenden Samen enthalten.
Das durch kalte Pressung gewonnene fette Öl enthält in
Abhängigkeit der Herkunft zwischen 0,5 -1,5% ätherisches Öl
und viele verschiedene Pflanzenbegleitstoffe!
Die in der Ölmühle Solling verarbeitete
Rohware stammt aus anerkannt ökologischem Anbau aus Ägypten
und Syrien.
Aufbewahrung, Geschmack und Verwendung:
SchwarzkümmelÖl sollte kühl, lichtgeschützt
in einer dunklen, gut verschlossenen Flasche aufbewahrt werden.
Es schmeckt leicht würzig (nach Koriander und Anis), etwas
bitter und pikant. Geschmacklich ist das kalte Öl bekömmlicher.
Es ist nicht zum Braten oder Erhitzen geeignet. Achten Sie auf
das Haltbarkeitsdatum. Das Öl ist ungenießbar sobald
es ranzig schmeckt. Das ägyptische SchwarzkümmelÖl
ist aufgrund seines höheren Gehaltes an Gerb-und Bitterstoffen
unreifer Saat im Geschmack wesentlich kräftiger und bitterer
als das milde syrische Öl aus der vollreifen Saat. In ihrer
Wirkung unterscheiden sie sich jedoch nicht. |